von Markus Matt

Zuversicht bleibt Trumpf

HR-Softwareanbieter blicken positiv nach vorn

Die HR-Anbieterszene zeigt sich auch bei der Herbstbefragung optimistisch und voller Tatendrang. Die beeindruckende Tendenz vom Frühjahr hat sich gefestigt – der Pandemie zum Trotze. Dies ist die erfreuliche Kernbotschaft der neuen Konjunkturbefragung.

Gut und besser

Eine große Mehrheit von rund 93 % der befragten Unternehmen schätzt die aktuelle Geschäftslage als gut bis sehr gut ein – eine schlechte Situation sieht keiner der Befragten. Ausnahmslos alle Teilnehmer gehen zudem mit Blick auf das kommende Halbjahr von einer wenigstens gleichbleibenden Lage aus, fast drei von fünf Anbietern (57,1 %) erwarten sogar bessere Zahlen. In der Branche regiert also weiterhin eine ausgeprägte Zuversicht. Der Geschäftsklima-Index verbesserte sich gegenüber der Frühjahrsbefragung um 6,6 Punkte auf einen Wert von 75,0.

Gute Nachrichten auch in Sachen Auftragslage: Mehr als die Hälfte (54 %) der befragten Anbieter beurteilt ihren Auftragsbestand als hoch, die restlichen 46 % sehen ihre Auftragslage als normal an. Verglichen mit dem Vorjahr sehen drei von fünf Anbietern eine bessere Auftragssituation und bei den übrigen 40 % sind die Bücher ebenso gut gefüllt wie vor Jahresfrist.

Wenig Eintrübung durch die Pandemie

Corona geht auch an der HR-Branche nicht völlig spurlos vorbei, doch überwiegen die positiven Entwicklungen stark. Das zeigt sich besonders deutlich beim Blick auf die Umsatzentwicklung in diesem Jahr: Sechs von zehn Anbietern bewerten die Auswirkungen eher positiv oder positiv. Auf der anderen Seite klagen nur 14 % über negative Auswirkungen auf den Umsatz, während ein Fünftel der Anbieter keine Auswirkungen festgestellt haben.

COVID 19 hat die Arbeitswelt und die Organisation der Arbeitsprozesse insgesamt stark verändert, Stichworte Homeoffice und Digitalisierung. Diese Entwicklungen sehen neun von zehn Teilnehmern mit Bezug auf das eigene Unternehmen positiv oder zumindest nicht negativ – nur 7 % spüren diesbezüglich ungünstige Konsequenzen. Nimmt man die pandemiebedingten Veränderungen für die Unternehmenskultur in den Fokus, so sieht allerdings immerhin ein Viertel der befragten Anbieter durchaus negative Entwicklungen.

Umsätze steigen weiter

Ein Blick auf die konkreten HR-Umsätze der Teilnehmer in diesem Jahr gegenüber 2020 offenbart eine nahezu überwältigende Entwicklung: Satte 90 % berichten von teilweise erheblichen Umsatzsteigerungen, bei mehr als der Hälfte der Unternehmen betrug diese sogar mehr als 10 %. Sinkende Zahlen hat keiner der Befragten zu beklagen.

Auch die Umsatzerwartungen für das kommende Jahr zeugen von einer hohen Erwartungshaltung. 93 % der befragten Häuser sehen sich auf einem mehr oder weniger klaren Wachstumskurs, während die restlichen 7 % ihr Geschäft immerhin stabil sehen. Im Vergleich zur Frühjahrsbefragung haben sich diese Aussichten nochmals verbessert, damals gab es noch ein paar Häuser mit einkalkuliertem Umsatzrückgang.

Abschließend wurde das Thema „Personalbestand“ abgefragt – und auch hier zeigt sich, wie gesund die Branche selbst in diesen schwierigen Zeiten ist: Bei zwei Dritteln der befragten Anbieter hat sich die Zahl der Mitarbeiter in diesem Jahr erhöht und ein Viertel hat dieselbe Mitarbeiterstärke wie im Vorjahr. Noch besser sind die Aussichten für 2022, denn mehr als sieben von zehn Anbietern planen eine weitere Steigerung des Personalbestandes.

Fazit

Die Szene der HR-Softwareanbieter bewegt sich weiterhin selbstbewusst und schreitet robust durch die Krise. Alle Zeichen stehen auf weiteres Wachstum mit nochmals verstärkten Belegschaften. Der Optimismus ist ungebrochen – Zuversicht bleibt Trumpf!

Den kostenlosen Ergebnisbericht der aktuellen Herbstbefragung 2021 können Sie hier anfordern.

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